Durchfall ist ein Problem, das von einer kleinen Unannehmlichkeit bis hin zu einem Symptom schwerwiegender gesundheitlicher Probleme reichen kann. Während akuter Durchfall, der nur wenige Tage anhält, oft von selbst abklingt, deutet chronischer Durchfall, der mehrere Wochen oder länger anhält, in der Regel auf eine zugrunde liegende Erkrankung hin.
Durchfall, auch Diarrhö genannt, ist eine Erkrankung, die durch häufige Ausscheidung von flüssigem oder wässrigem Stuhl, oft mehr als dreimal täglich, gekennzeichnet ist. Er kann von mild und kurzzeitig bis hin zu schwer und potenziell lebensbedrohlich reichen, insbesondere bei besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen wie Säuglingen, älteren Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Aufgrund erheblicher Flüssigkeitsverluste kann es zu Dehydration kommen, und die Ausscheidung großer Mengen an Elektrolyten (Kalium, Natrium und Chlorid-Ionen) kann lebenswichtige Prozesse im Körper beeinträchtigen.
Haben Sie gewusst, dass laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Durchfallerkrankungen im Jahr 2021 weltweit an siebter Stelle der häufigsten Todesursachen standen? Diese alarmierende Statistik unterstreicht die Bedeutung des Verständnisses der Ursachen von chronischem und akutem Durchfall. (1)
Akuter Durchfall: Ursachen und begleitende Störungen
Akuter Durchfall ist ein kurzfristiger Zustand, der durch einen plötzlichen Beginn von dünnem, wässrigem Stuhl gekennzeichnet ist und in der Regel weniger als zwei Wochen anhält. Es handelt sich um ein häufiges gesundheitliches Problem, das Menschen jeden Alters betreffen kann.
Zu den häufigen Ursachen gehören unter anderem:
Infektiöse Ursachen
- Virale Infektionen: Die Hauptverursacher von akutem Durchfall sind Noroviren, Rotaviren und Adenoviren. Viraler Durchfall ist oft gekennzeichnet durch die Kombination von Stuhlstörungen mit Fieber und Dyspepsie – einem Gefühl von Schwere, Blähungen, Aufstoßen, Sodbrennen und Übelkeit.
- Bakterielle Infektionen: Zu den Erregern gehören Salmonella, Campylobacter, Clostridioides difficile, Escherichia coli, Shigella und Staphylococcus aureus. Sie gelangen in den Körper meist über unzureichend erhitzte oder kontaminierte Lebensmittel.
- Parasitische Infektionen: Verursacht durch Parasiten wie Giardia lamblia oder Cryptosporidium. Kann zu länger anhaltendem Durchfall führen.
Nicht-infektiöse Ursachen
- Lebensmittelvergiftung: Die Wirkung von Toxinen in verdorbenen oder kontaminierten Lebensmitteln kann plötzlichen, starken Durchfall verursachen, oft begleitet von Übelkeit und Erbrechen.
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien: Bei Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Lebensmitteln oder deren Bestandteilen, wie Laktose, Gluten, Casein oder anderen Allergenen, kann der Körper diese Stoffe nicht richtig verdauen.
- Nebenwirkungen von Medikamenten: Durchfall kann eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente sein, einschließlich Antibiotika (die die Darmflora stören können), antazidischer Mittel mit Magnesium sowie einiger Chemotherapeutika.
Chronischer Durchfall: Ursachen und damit verbundene Störungen
Chronischer Durchfall ist ein Durchfall, der länger als zwei bis vier Wochen anhält und bei dem häufiger Stuhlgang (mehr als dreimal täglich) auftritt. Er ist oft eher ein Hinweis auf ein zugrunde liegendes Gesundheitsproblem als eine eigenständige Erkrankung.
Das Leben mit chronischem Durchfall ist sehr unangenehm, da das Stuhlgang Bedürfnis in den unpassendsten Momenten auftreten kann – zum Beispiel auf Reisen, bei wichtigen Besprechungen oder während einer Theateraufführung.
Ein solcher Durchfall kann auf ein komplexeres Problem hinweisen, das eine sorgfältige Untersuchung und Behandlung erfordert.
Chronischer Durchfall ist ein Durchfall, der länger als zwei bis vier Wochen anhält und bei dem häufiger Stuhlgang (mehr als dreimal täglich) auftritt. Er ist oft eher ein Hinweis auf ein zugrunde liegendes Gesundheitsproblem als eine eigenständige Erkrankung.
Das Leben mit chronischem Durchfall ist sehr unangenehm, da das Stuhlgang Bedürfnis in den unpassendsten Momenten auftreten kann – zum Beispiel auf Reisen, bei wichtigen Besprechungen oder während einer Theateraufführung.
Ein solcher Durchfall kann auf ein komplexeres Problem hinweisen, das eine sorgfältige Untersuchung und Behandlung erfordert.
- Gastrointestinale Störungen
- Reizdarmsyndrom (IBS): Insbesondere mit Durchfall-Dominanz (IBS-D). Zu den Hauptsymptomen des Reizdarmsyndroms gehören wiederkehrende Bauchschmerzen und -krämpfe, Blähungen sowie Veränderungen der Stuhlfrequenz und -konsistenz.
- Mikroskopische Kolitis: Diese entzündliche Erkrankung des Dickdarms lässt sich ohne Biopsie nicht feststellen, da sie bei standard Bildgebungsverfahren nicht sichtbar ist. Typische Symptome sind chronischer wässriger Durchfall; sie tritt häufig bei Erwachsenen mittleren Alters auf, insbesondere bei Personen, die nichtsteroidische Antirheumatika einnehmen.
- Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO – Small Intestinal Bacterial Overgrowth): Eine bakterielle Überwucherung im Dünndarm, die zu Malabsorption führen kann.
- Entzündliche Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (GI-Trakt): Dazu zählen Kolitis, Enterokolitis, Morbus Crohn, nicht-spezifische Colitis ulcerosa, Hepatitis, Pankreatitis. Sie können von wiederkehrendem Durchfall, häufig mit Blut oder Schleim im Stuhl, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust und Müdigkeit begleitet sein.
2. Malabsorption Syndrome
- Zöliakie: Zöliakie ist eine Erkrankung des Dünndarms, die mit der Aufnahme des Proteins Gluten verbunden ist. Bei betroffenen Personen löst Gluten eine abnorme Immunreaktion aus. Diese schädigt die Darmschleimhaut, was zu Nährstoffaufnahmeproblemen und chronischem Durchfall führt. Typische Symptome der Zöliakie sind Bauchschmerzen, Durchfall und Gewichtsverlust.
- Chronische Pankreatitis: Eine Schädigung der Bauchspeicheldrüse beeinträchtigt die Produktion von Verdauungsenzymen, was zu Fettstuhl (Steatorrhoe), Blähungen und chronischem Durchfall führt.
3.Endokrine und metabolische Störungen
- Diabetische Enteropathie: Bezeichnet eine Störung der Darmfunktion bei Diabetes mellitus, die sich durch Durchfall äußert.
- Hyperthyreose: Eine übermäßige Aktivität der Schilddrüse beschleunigt den Stoffwechsel. Eine Überfunktion der Schilddrüse kann Durchfall oder häufigere Stuhlgänge verursachen.
4.Psychologische und Stressfaktoren
- Angst und Stress: Angst kann Störungen der Darmperistaltik auslösen. Chronischer Stress kann Zustände wie das Reizdarmsyndrom (IBS) verschlimmern und zur Entwicklung funktioneller Darmstörungen beitragen.
Diagnostik und Tests
Analysen: Allgemeine und biochemische Bluttests, Untersuchung von Urin und Stuhl.
Ultraschall des Bauchraums zur Erkennung funktioneller Störungen der Ausscheidungsorgane und entzündlicher Prozesse im Verdauungstrakt.
Koloskopie: Ermöglicht die Beurteilung der Darmwände und die Erkennung von Schäden oder Entzündungen.
Abschließend lässt sich sagen, dass bei chronischem Durchfall unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden sollte, um die Ursache zu erkennen, gezielt zu behandeln und eine Therapie einzuleiten, die die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden schützt. Chronische Zustände können weitreichende Auswirkungen auf den Körper haben und unbehandelt zu Dehydration, Mangelernährung und weiteren schwerwiegenden Komplikationen führen.
Bei wiederkehrenden Durchfällen wird empfohlen, einen Arzt aufzusuchen, wenn die Symptome länger als ein paar Tage anhalten, um frühzeitig eingreifen zu können und Komplikationen zu vermeiden. In beiden Fällen kann die Einnahme einer Dosis Enterosgel vor dem Arztbesuch deutliche Linderung verschaffen. Bei chronischem Durchfall kann es helfen, die Symptome bis zur medizinischen Versorgung zu mildern, während es bei akuten Fällen potenziell den Normalzustand vollständig wiederherstellen und die Lebensqualität von Personen mit der Diagnose IBS-D verbessern kann.
(1) https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/the-top-10-causes-of-death