27. 03. 2026

IBS-M: Wie man den Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung ohne unnötigen Stress bewältigt

IBS-M: Wie man den Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung ohne unnötigen Stress bewältigt

Das Reizdarmsyndrom ist eine funktionelle Darmstörung, die sich durch Bauchschmerzen, Veränderungen des Stuhlgangs und der Stuhlkonsistenz ohne erkennbare organische Ursache äußert. Zu den vier Hauptsubtypen, wie sie durch internationale Kriterien definiert werden, gehört auch der Mischtyp – IBS-M –, bei dem sich Durchfall und Verstopfung wiederholt abwechseln.

Was IBS-M ist und wie unterscheidet es sich von anderen Typen?

Gemäß den Römischen Kriterien wird IBS wie folgt eingeteilt:

  • IBS-C (verstopfungsdominant) – Verstopfung überwiegt, wobei ≥25 % der Stühle hart oder klumpig sind;
  • IBS-D (durchfalldominant) – weiche oder wässrige Stühle überwiegen in ≥25 % der Fälle;
  • IBS-M (Mischtyp)≥25 % der Stühle sind hart oder klumpig und gleichzeitig ≥25 % sind weich oder wässrig;
  • IBS-U (nicht klassifizierbar) – andere Fälle, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen.

Typische Symptome und Erscheinungsformen von IBS-M

Nach den Römischen Kriterien und der Bristol-Stuhlformen-Skala ist IBS-M als ein Zustand definiert, bei dem:

  • mehr als 25 % der Stuhlgänge einer Verstopfung entsprechen (Typen 1–2),
  • und gleichzeitig mehr als 25 % der Stuhlgänge einem Durchfall entsprechen (Typen 6–7).

Gerade diese Variabilität der Stuhlkonsistenz unterscheidet IBS-M von rein verstopfungs- oder durchfalldominierten Typen. Dies ist auch der Hauptgrund, warum Patienten ihre Beschwerden oft als unvorhersehbar und schwer kontrollierbar beschreiben.

Bei IBS-M können folgende Beschwerden auftreten:

  • Bauchschmerzen und Krämpfe, oft nach dem Essen verstärkt;
  • Blähungen und vermehrte Gasbildung;
  • Wechsel zwischen hartem (Verstopfung) und weichem (Durchfall) Stuhl;
  • ein Gefühl von Dringlichkeit oder unvollständiger Entleerung;
  • gelegentlich begleitende psychische Beschwerden (z. B. Stress, Angstzustände), die die Symptome verschlimmern können.

Diagnostische Ansätze

IBS-M wird hauptsächlich anhand der Symptome und ihrer Dauer diagnostiziert, einschließlich der Stuhlkonsistenz nach der Bristol-Stuhlformen-Skala.

Da diese Beschwerden jedoch auch Anzeichen anderer Erkrankungen sein können, wird bei einigen Patienten eine ergänzende Diagnostik empfohlen, insbesondere wenn Durchfall überwiegt oder sich die Symptome im Laufe der Zeit verändern.

Üblicherweise wird Folgendes in Betracht gezogen:

  • Koloskopie;
  • Stuhluntersuchungen zum Ausschluss infektiöser Ursachen;
  • Bestimmung von Calprotectin im Stuhl zum Ausschluss entzündlicher Darmerkrankungen;
  • Atemtests (z. B. Wasserstofftest) zur Beurteilung einer möglichen bakteriellen Fehlbesiedlung des Dünndarms (SIBO).

Was symptomatisch helfen kann

Die Ansätze zur Bewältigung von IBS-M sind in der Regel individuell und kombiniert, da es kein universelles Verfahren gibt, das bei allen Patienten gleichermaßen wirkt.

Zur Therapie können gehören:

  • Ernährungsumstellungen (z. B. Einschränkung bestimmter Kohlenhydrate),
  • Änderungen des Lebensstils und regelmäßige körperliche Aktivität;
  • in ausgewählten Fällen Medikamente, die auf die vorherrschenden Beschwerden (Durchfall, Verstopfung oder Schmerzen) ausgerichtet sind.

Während Durchfallepisoden verwenden einige Patienten auch Adsorbentien, die helfen können, lockeren Stuhl, Darmreizungen und Blähungen zu reduzieren. Es ist jedoch wichtig, sie nur als symptomatische Unterstützung und nicht als Behandlung des IBS selbst zu betrachten.

Ernährung und diätetische Ansätze

Die Ernährung spielt bei IBS-M eine bedeutende Rolle, da einige Lebensmittel die Symptome verschlechtern können, während andere zu einem regelmäßigen Stuhlgang beitragen.

In der Praxis wird am häufigsten Folgendes erwogen:

  • Anpassung der Aufnahme fermentierbarer Kohlenhydrate (z. B. im Rahmen einer Low-FODMAP-Diät), unter Berücksichtigung der individuellen Verträglichkeit;
  • Erhöhung der Aufnahme löslicher Ballaststoffe, die helfen können, die Stuhlkonsistenz zu regulieren – harte Stühle zu erweichen und gleichzeitig die Stuhlbildung während Durchfallphasen zu unterstützen.

Psychologische und verhaltensbezogene Faktoren

IBS-M ist nicht nur eine Störung der Darmfunktion. Das Zusammenspiel zwischen Stress, Nervensystem und dem Darm kann die Intensität und Schwankungen der Symptome erheblich beeinflussen. Bei einem Teil der Patienten kann daher die Einbeziehung psychologischer oder verhaltensbezogener Ansätze als Teil der Gesamtbehandlung sinnvoll sein.

Der langfristige Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung ist für Betroffene physisch wie psychisch sehr erschöpfend und beeinträchtigt die Lebensqualität im Alltag massiv. Genau deshalb ist es wichtig, diese Beschwerden nicht zu unterschätzen und aktiv nach einer geeigneten Lösung zu suchen. Ein frühzeitiger und individuell abgestimmter Ansatz kann helfen, die Symptome zu lindern und wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität beizutragen.