27. 05. 2025

Entzündliche Darmerkrankungen (IBD) vs. Reizdarmsyndrom (IBS): Wichtige Unterschiede für Patienten

Entzündliche Darmerkrankungen (IBD) vs. Reizdarmsyndrom (IBS): Wichtige Unterschiede für Patienten

In der Gastroenterologie kommt es häufig zu Verwechslungen zwischen entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) und dem Reizdarmsyndrom (IBS). Obwohl sie ähnliche Symptome aufweisen können, unterscheiden sich ihre Ursachen, Diagnostik und Behandlung deutlich. Ein korrektes Verständnis dieser Unterschiede ist entscheidend für eine genaue Diagnose und eine effektive Therapie.

Was sind IBD und IBS?

Entzündliche Darmerkrankungen (IBD) – hierzu zählen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Diese Erkrankungen sind durch eine chronische Autoimmunentzündung gekennzeichnet, die die Darmschleimhaut schädigt.

Reizdarmsyndrom (IBS) – hierbei handelt es sich um eine funktionelle Störung, die mit gestörter Darmmotilität und erhöhter Empfindlichkeit des Darms zusammenhängt, jedoch nicht mit Entzündungen oder strukturellen Veränderungen verbunden ist.

Hauptunterschiede zwischen IBD und IBS

Kriterium

IBD (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)

IBS

Art der Erkrankung

Chronisch entzündliche Erkrankung

Funktionelle Störung

Hauptsymptome

Bauchschmerzen, blutiger Durchfall, Gewichtsverlust, Müdigkeit

Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung (ohne Blut)

Ursachen

Autoimmunreaktion, Genetik, Umwelteinflüsse

Stress, Mikrobiota, gestörte Darmmotilität und weitere Faktoren

Diagnostik

Koloskopie, Gastroskopie, Bluttests, Stuhlanalyse, Biopsie

Klinische Kriterien nach ROME IV, Anamnese, körperliche Untersuchung, gegebenenfalls Ausschluss anderer Erkrankungen

Behandlung

Entzündungshemmende Medikamente, Immunsuppressiva, in einigen Fällen chirurgische Eingriffe

Ganzheitlicher Ansatz – Ernährungsplanung und Diät (z. B. FODMAP), Präbiotika, Probiotika und Postbiotika (Metabiotika), Enterosgel, Psychotherapie, Stressmanagement, ausreichender Schlaf, regelmäßige Bewegung, Unterstützung der Darmbarriere und Förderung des allgemeinen seelischen Wohlbefindens

Wie unterscheidet man IBD von IBS?

Eines der Hauptmerkmale von IBD ist das Vorhandensein von Blut im Stuhl, Fieber, erheblicher Gewichtsverlust und erhöhte Entzündungsmarker im Blut (z. B. C-reaktives Protein, Anämie). Im Gegensatz dazu hängt IBS oft mit Stress und Ernährungsgewohnheiten zusammen, jedoch ohne das Vorliegen entzündlicher Veränderungen.

Vergessen Sie nicht, dass eine Selbstdiagnose für die Feststellung der Erkrankung nicht ausreicht. Es ist wichtig, ärztlich betreut zu werden, die notwendigen Untersuchungen durchführen zu lassen und gegebenenfalls ein Selbstmonitoring vorzunehmen – jedoch stets in Zusammenarbeit mit einem Facharzt.

Warum ist eine korrekte Diagnose wichtig?
 

Eine korrekte Diagnose ist entscheidend für eine effektive Behandlung. Eine falsche Diagnose kann zu einer ungeeigneten Therapie führen, die den Zustand des Patienten verschlechtert. Patienten mit IBD benötigen eine lebenslange Überwachung und Behandlung, um schwerwiegende Komplikationen wie Strikturen, Fisteln oder sogar bösartige Erkrankungen zu vermeiden. Bei IBS ist ein individueller Ansatz entscheidend, der Anpassungen des Lebensstils, der Ernährung und des Stressmanagements umfasst.

Wenn Sie selbst oder jemand in Ihrem Umfeld Symptome zeigt, die auf IBD oder IBS hindeuten könnten, ist es unbedingt erforderlich, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch wenn manche Menschen wegen schwerwiegender Erkrankungen besorgt sind und Antworten im Internet suchen, sollten Sie nicht vergessen, dass nur ein Arzt eine korrekte Diagnose stellen und eine wirksame Behandlung empfehlen kann.

Zur Linderung bestimmter Symptome, beispielsweise von Verdauungsproblemen, kann die Einnahme von Enterosgel helfen, das Unwohlsein sichtbar zu verringern – insbesondere bei akutem Durchfall, da es Toxine effektiv bindet und aus dem Körper entfernt. Dennoch ist es wichtig, Ihre Beschwerden immer mit einem Facharzt zu besprechen. Eine korrekte Diagnose und die passende Behandlung sind der Schlüssel zu besserer Gesundheit und einer höheren Lebensqualität.